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Aktuelle Meldungen

Reglementierte Berufe

Studie des EuZFB an Minister Prof. Dr. Pinkwart übergeben.

Zentrale Herausforderungen für die Freien Berufe in Nordrhein-Westfalen sind die Länderempfehlungen der Europäischen Kommission zum Reformbedarf des Regulierungsrahmens in Deutschland und die Digitalisierung der Freien Berufe. Beide Herausforderungen sind geeignet, die zukünftige Regulierung der Freien Berufe wesentlich zu beeinflussen. Vor diesem Hintergrund hat sich das EuZFB im Rahmen einer Studie, die am 11. März 2021 von Herrn Prof. Dr. Martin Henssler an Herrn Minister Prof. Dr. Andreas Pinkwart übergeben werden konnte, mit den wesentlichen Zukunftsfragen der Freien Berufe in Nordrhein-Westfalen auseinandergesetzt. Ziel der von Prof. Dr. Martin Henssler, Dr. Oliver Arentz und Dr. Dirk Michel geleiteten Studie ist es, den Organen des Landes Nordrhein-Westfalen ebenso wie den selbstverwalteten Berufsständen und der interessierten Fachöffentlichkeit aufzuzeigen, vor welchen regulatorischen Herausforderungen die Freien Berufe stehen.

Nach den Länderempfehlungen der Europäischen Kommission werden die Freien Berufe in Deutschland zu stark reguliert, etwa im Hinblick auf Exklusivitätsrechte, Honorar- und Gebührenordnungen oder gesellschaftsrechtliche Beschränkungen. Hieraus ergebe sich ein zu geringer Wettbewerb bei freiberuflichen Dienstleistungen. Die den Länderempfehlungen zugrundeliegenden Regulierungsindizes wurden in dieser Studei erstmals einer umfassenden, kritischen wirtschaftswissenschaftlichen Prüfung unterzogen. Nach dem Ergebnis der Studie erlauben die von der EU-Kommission angeführten direkten und indirekten Indikatoren keinen Rückschluss auf eine unterdurchschnittliche Wettbewerbsintensität bei freiberuflichen Dienstleistungen in Deutschland. Daher können nach den Verfassern der Studie aus den Regulierungsindizes auch keine unmittelbar notwendigen Reformschritte im freiberuflichen Berufsrecht abgeleitet werden.

Die Analyse der Herausforderungen der Digitalisierung zeigt, dass sich Angehörige der Freien Berufe insbesondere mit dem Einsatz von Robotern und künstlicher Intelligenz auseinandersetzen müssen. Der Reflexion bedarf sowohl der Wandel der Berufsbilder als auch die rechtliche Dimension ihres Einsatzes.

Die ausführliche Fassung der Studie sowie eine Zusammenfassung stehen auf der Webseite des EuZFB zum Download bereit.

Das Projekt wurde vom Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie dem Verband der Freien Berufe im Lande Nordrhein-Westfalen e.V. gefördert.

Vgl. auch die Pressemitteilung des MWiDE.

Eingeschränkter Bibliotheksservice

Wir bieten einen Scan- und Ausleihservice an.

Die Arbeitsplätze in unserer Bibliothek sind derzeit leider nicht nutzbar. Für Studierende,  Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie registrierte Doktorandinnen und Doktoranden der Universität zu Köln bieten wir einen begrenzten Ausleih- und Scanservice an.

Nach einer Bestellung über die E-Mail-Adresse bibliothek-awr@uni-koeln.de können Bücher aus unserem Bibliotheksbestand ausgeliehen werden. Von der Ausleihe ausgenommen sind Zeitschriften, Loseblattsammlungen, Festschriften sowie bestimmte Werke, die im Katalog mit einem Sonderstandort gekennzeichnet sind. Die Abholung und Rückgabe der Ausleihen erfolgt nach Terminabsprache.

In geringem Umfang scannen wir Beiträge aus Zeitschriften, Loseblattsammlungen und Festschriften auch gerne für Sie ein.

Zur Vorbestellung der Medien bitten wir Sie, folgende Punkte zu beachten:

  • Recherchieren Sie bitte die gewünschte Literatur in unserem Katalog.
  • Wenden Sie sich per E-Mail an bibliothek-awr@uni-koeln.de.
  • Bitte vermerken Sie zum Zweck der Kontaktverfolgung in der E-Mail Ihren Namen, Ihre Anschrift, Ihre Telefonnummer sowie Ihre Matrikelnummer. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität zu Köln geben bitte ihre Institutsadresse an.
  • Zum genannten Termin melden Sie sich bitte bei unserem Pfortenmitarbeiter am Eingang des AWR.
  • Bitte bringen Sie Ihren Personalausweis/Ihren Studierendenausweis mit.


Um Einhaltung folgender Hygieneregeln wird gebeten:

  • Das Betreten der Bibliothek ist nur mit Mund/Nase-Schutz, einzeln und nicht länger als für den Kopier-/Scanvorgang erforderlich gestattet; es gelten Abstandsgebot (2 m) sowie Beachtung allgemeiner Vorschriften über Hand- und Nieshygiene.
  • Die Literatur wird vom Bibliothekspersonal bereitgelegt und zurückgeräumt.

Das Betreten der Bibliothek ist nicht gestattet, wenn für Sie nach Maßgabe der Universität zu Köln zur Verringerung der Infektionsgefährdung ein Hausverbot besteht.

 

Online-Katalog des AWR:  http://www.ub.uni-koeln.de/bibliotheken/38_204/
Zeitschriftenliste: PDF-Dokument
Festschriftenliste: PDF-Dokument

Nutzen Sie auch weiterhin die erweiterten Onlineressourcen. Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der USB und des Hauptseminars.

Studie zu Freien Berufen

Digitalisierung beschleunigt den Wandel

Minister Pinkwart: Freie Berufe sind ein systemrelevanter Wirtschaftsfaktor in Nordrhein-Westfalen – Wir wollen die Berufsstände zukunftsfest machen und Hürden abbauen

Düsseldorf. Sind die Freien Berufe in Deutschland zu stark reguliert? Eine Studie liefert erstmals differenzierte Antworten auf diese Frage und zeigt auf, welche Chancen und Herausforderungen in der Digitalisierung liegen. Heute (11. März) wurde die Expertise des Europäischen Zentrums für Freie Berufe der Universität zu Köln an Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart überreicht.

Minister Pinkwart: „Ob Ärzte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte, Ingenieure oder Architekten: Die Freien Berufe sind unerlässlich für das Wohl der Gesellschaft und ein wichtiger, in weiten Teilen systemrelevanter Wirtschaftsfaktor in Nordrhein-Westfalen. Unser Ziel ist es, diese Berufsstände zukunftsfest zu machen und Hürden dort abzubauen, wo es notwendig ist. Die Studie bietet dazu wichtige Anhaltspunkte.“

Aus Sicht der Europäischen Kommission werden die Freien Berufe in Deutschland zu stark reguliert, etwa im Hinblick auf Exklusivitätsrechte, Honorar- und Gebührenordnungen oder gesellschaftsrechtliche Beschränkungen. Ziel der vorgelegten Studie war es, diese Sichtweise erstmals einer umfassenden, kritischen wirtschaftswissenschaftlichen Prüfung zu unterziehen.

„Unsere Studie zeigt deutlich, dass die bislang eingesetzten europäischen Indizes zur Messung des Regulierungsniveaus nicht pauschal auf Deutschland angewendet werden können. Damit gibt es keinen belastbaren Beleg einer zu geringen Wettbewerbsintensität bei freiberuflichen Dienstleistungen in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Mitgliedsländern“, sagt Prof. Dr. Martin Henssler, der wissenschaftliche Leiter der Studie.

„Die Digitalisierung ist ein wesentlicher Treiber für Veränderungen und beschleunigt den Wandel einzelner Berufsstände. Die vorgelegte Studie liefert eine gute Grundlage, um diesen erforderlichen Transformations-prozess zukunftsorientiert zu gestalten“, so Bernd Zimmer, der Vorsitzende des Verbandes Freier Berufe im Lande NRW e. V.

Das Wirtschafts- und Digitalministerium hat die Studie mit dem Titel,,Analyse des zukünftigen Regulierungsrahmens für freiberufliche Dienstleistungen im Hinblick auf die Länderempfehlungen der EU-Kommission und die zunehmende Digitalisierung der Wirtschaft unter Berücksichtigung der Lage der Freien Berufe in NRW“ gefördert. Sie steht ab sofort auf

www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/studie-freie-berufe als Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des MWiDE vom 11. März 2021,

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Webseite des Europäischen Zentrums für Freie Berufe (EuZFB).

Moot Court am Bundesarbeitsgericht WS 2015/2016

Am 21. Januar 2016 fand in Erfurt der sechste Moot Court des Bundesarbeitsgerichts (BAG) statt, an dem auch das vom Institut für Arbeits- und Wirtschaftsrecht betreute Kölner Team teilnahm. Weitere Informationen finden Sie hier.